Warum ich Weltverbesserer bin

Mach die Welt zu einem besseren Ort.

„Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt“  sangen bereits die Ärzte.

Stellt man mir die Frage, warum ich ein Weltverbesserer bin, ist es genau diese Liedzeile, die mir durch den Kopf geht. Ich bin der festen Überzeugung, dass eine andauernde Veränderung der Gesellschaft und der Welt, ein Teil unseres Lebens ist. Diese Veränderung lässt sich nicht aufhalten, wir können nur versuchen, einen Teil mitzugestalten.

Chancen, Vermögen und Ressourcen fair verteilen

Eines der großen Probleme unserer heutigen Zeit ist die unfaire – und zum Vorteil weniger – Verteilung von Chancen, Vermögen und Ressourcen in unserer Gesellschaft. An dieser Stelle sollte die Veränderung hin zu einer Verbesserung beginnen. Es liegt an uns, diese Möglichkeit zu erkennen und zu nutzen. Dabei muss jeder einzelne von uns achten, dass viele und nicht nur wenige von diesen Veränderungen profitieren.

In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ging die Schere bei der Vermögens- und Wohlstandsverteilung immer weiter auseinander, ein Prozess, der durch die aktuelle Corona-Pandemie beschleunigt werden könnte.

Auch der Wohlstand in Deutschland ist ungerecht verteilt. Im Land besitzen die fünfundvierzig reichsten Menschen so viel wie vierzig Millionen Deutsche, das die Hälfte der Bevölkerung ausmacht.

Durch die Steuertricks von großen Unternehmen und Superreichen wird unserer Gemeinschaft jedes Jahr rund 1000 Milliarden Euro zur Finanzierung von Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kitas, für den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur wie Radwege und der Nahverkehr, kommunalen Einrichtungen wie Freibädern, Sportplätze sowie staatliche Aufgabenbereiche wie Polizei, Feuerwehr und dem Gesundheitssystem vorenthalten.

Um unsere Gesellschaft gerechter zu gestalten, gibt es sowohl auf kommunaler, landes- und bundespolitischer Ebene Möglichkeiten und Ansatzpunkte. Jeder einzelne von uns kann die Initiative ergreifen, um selbst im kleinsten Rahmen eine Veränderung zu erzielen. Man kann zwischen den Generationen vermitteln, im Sinne der Gleichstellung handeln oder nachhaltiges Denken und Handeln berücksichtigen.

Weltverbesserer, ein Versprechen für einen neuen Politikstil

Globalisierung und Digitalisierung vernetzen die Welt, verkürzen Distanzen und bringen die unterschiedlichsten Menschen zusammen. Die Informationsbeschaffung beschleunigt sich – nicht nur Tatsachen, sondern auch Unwahrheiten. Nicht nur die Welt wird komplexer, sondern auch der Politikbetrieb. Wie nie zuvor ist politische Transparenz wichtig, auch angesichts des sinkenden Vertrauens in politische Akteur*innen.

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Europäischen Union nimmt der politische Populismus zu, dem konsequent Einhalt geboten werden muss. Populist*innen schüren Ängste, nutzen die Sorgen der Menschen aus und verstellen den Blick auf tatsächliche Gegebenheiten. So werden häufig sinnvolle Lösungen verhindert, noch mehr Misstrauen gesät und weitere Konflikte geschürt. Eine komplexer werdende Welt, benötigt komplexe Lösungen.

Meine Zeit bei den Pfadfindern prägte meine Jugend und somit auch mein Erwachsenenleben. Dank dieser Jugendverbandsarbeit fand ich den Einstieg ins Ehrenamt und schlussendlich in die politische Arbeit. Noch heute bin ich Mitglied im BdP – Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder und im Stamm Ritter vom Loe zum Loe Marl. Das Ablegen meines Pfadfinderversprechens ist viele Jahre her, dennoch leiten und prägen mich die Regeln:

Ich will hilfsbereit und rücksichtsvoll sein.

Ich will den Anderen achten.

Ich will zur Freundschaft aller Pfadfinderinnen und Pfadfinder beitragen.

Ich will aufrichtig und zuverlässig sein.

Ich will kritisch sein und Verantwortung übernehmen.

Ich will Schwierigkeiten nicht ausweichen.

Ich will die Natur kennenlernen und helfen sie zu erhalten.

Ich will mich beherrschen.

Ich will dem Frieden dienen und mich für die Gemeinschaft einsetzen, in der ich lebe.

Mein Verständnis von politischer Arbeit

Ich trete mutig für meine eigenen Positionen ein, die ich auch verteidigen kann und dennoch muss ich bereit sein, meine Ansichten selbstkritisch zu betrachten. Sodass ich auch in der Lage bin, die Komplexität in seiner Gesamtheit zu sehen, um Veränderungen zu erkennen. Mir ist es wichtig, über den eigenen Tellerrand zu schauen, gewohnte Denkmuster zu verlassen und dennoch auf Altbewährtes zurückgreifen zu können.

Meine politische Arbeit soll nicht dem Selbstzweck dienen. Mit meiner politischen Verantwortung, die ich bereits übernehme und in kommender Zeit erweitern werde, sowie meinen Ämtern gestalte ich die Veränderungen mit.

Die Welt jeden Tag ein Stück besser und gerechter machen, das ist meine Definition eines Weltverbesserers.

Mehr zum BdP                     Mein Vereinsleben