Standpunkte

Klare Standpunkte, Verlässlichkeit und Dialogfähigkeit – darauf kommt es in der Politik an. Gerne nutze ich die Gelegenheit Ihnen eine (kleine) Auswahl meiner Standpunkte darzustellen. Doch vielmehr bin ich an Ihren Standpunkten interessiert! Denn Politik ist kein Selbstzweck. Es gilt Ihre Interessen und die Ihrer Mitmenschen ernst zu nehmen, zu sammeln und zusammenzuführen. Deshalb zögern Sie nicht und teilen Sie mir Ihre Standpunkte mit. Dabei gilt: Kritik ist ein Geschenk!

Echte Gesundheitspolitik fängt beim Menschen an

Im Gesundheitsbereich gibt es einige Baustellen. In unserer immer älter werdenden Gesellschaft werden Pflege und medizinische Versorgung immer wichtiger. Dabei wachsen die Anforderungen an Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und deren Mitarbeiter*innen stetig. Wir wünschen uns für unsere Angehörigen und uns selbst die bestmögliche Versorgung. Das ist richtig und darf auch nicht abhängig vom Geldbeutel sein. Demgegenüber steht eine wachsende Belastung, insbesondere bei den Pflegekräften. Es ist aller höchste Zeit das Personal in den Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und anderen medizinischen Einrichtungen nachhaltig aufzustocken. Dafür müssen wir gerade das Berufsbild in der Pflege deutlich attraktiver gestalten: Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, persönliche Entwicklungsmöglichkeiten, verlässliche Dienst- und Urlaubspläne und eine ordentliche Bezahlung. Die Arbeit am Menschen ist höchst verantwortungsvolle Tätigkeit!

Der Erfolg des Bildungssystems beginnt in der Kita

Die Kita ist eine Bildungseinrichtung und Bildung muss kostenfrei sein. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass das Land die Abschaffung der Kita-Gebühren endlich beschließt. In Marl haben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten für eine Entlastung bei den Eltern-Beiträgen gesorgt. Zudem muss der Ausbau weiter vorangetrieben werden damit der Rechtsanspruch erfüllt werden kann und jedem Kind ein Platz zur Verfügung steht. Doch die Investitionen in Steine, in neue Einrichtungen, alleine reichen nicht aus. Wir müssen viel mehr in die Ausbildung neuer Erzieher*innen, in die Verbesserung von Arbeitsbedingungen und die Entlohnung der Beschäftigten investieren. Es bedarf einer massiven Aufwertung des Berufsbildes und mehr gesellschaftlicher Anerkennung, die dieser im hohen Maße verantwortungsvollen Aufgabe gerecht wird.

Diese Entwicklung setzt sich in den offenen Ganztagsschulen (OGS) fort. Auch hier sind große Anstrengungen notwendig, um ein bedarfsgerechtes Angebot zu schaffen. Auch die Ausstattung der weiterführenden Schulen insbesondere im Rahmen der Digitalisierung sind unerlässliche Investitionen in unsere Zukunft. Mit jedem Euro, den wir heute im Bildungsbereich zusätzlich investieren sichern und schaffen wir Zukunftsperspektiven!

Nachhaltige Industriepolitik: Kein Widerspruch sondern Lösung

Die aktuelle Debatte um die Klimaziele, das gemeinsame Bestreben sich dem Klimawandel entgegenzustellen und die Forderung nach einer nachhaltigeren Klimapolitik sind wichtig. Dabei hat Deutschland das Potential Vorreiter für andere Industrienationen zu werden. Dafür ist es unerlässlich unsere Industrie als Teil der Lösung zu verstehen. Denn die Verlagerung ganzer Produktionsketten in Ländern mit geringeren Umweltstandards führt global betrachtet zu einer höheren Belastung und längeren Lieferketten. Ganz davon abgesehen, dass es den immensen Verlust von Arbeitsplätzen bedeuten würde. Der Chemiepark in Marl ist der drittgrößte Chemiestandort in Deutschland, bietet gute Arbeitsplätze. Anhand der breiten Produktpalette wird deutlich, warum die Industrie Teil der Lösung ist. Bereits heute wird dort massiv in Klimaschutzmaßnahmen investiert. Eine nachhaltige Industriepolitik muss solche Investitionen gezielt fördern und dafür sorgen, dass technischer Fortschritt stets auch dafür genutzt wird, um den CO2-Austoß zu reduzieren.

Das Thema Wasserstoff bietet durch die bereits vorhandenen Verbundstrukturen unmittelbar für unsere Region eine enorme Chance. Hier müssen alle Kräfte gebündelt werden und Kirchturmdenken überwunden werden, um die Entscheidungsträger*innen von den Vorzügen unserer Region für den Aufbau eines Wasserstoffzentrums zu überzeugen.

Unsere Gesellschaft gerechter machen

Mit der Grundrente, dem Mindestlohn und dem Umbau der Pflegeversicherung konnten von der SPD wichtige Gesetze vorangetrieben werden. Doch leider ging diesen immer auch ein hartes Ringen mit der Union voraus, sodass immer auch einige Punkte nicht weit genug greifen. Wir brauchen tief greifende Reformen unseres Sozialsystems, im Steuerrecht und im Gesundheitsbereich. Wir müssen uns noch stärker für die Gleichberechtigung einsetzen.