Es tut sich was! Mehr Hilfen für Frauen in Marl!

Nach über 2 Jahren Einsatz sind erste Erfolge sichtbar! „Stärkung und Ausbau der Gewaltschutzangebote für Frauen vor Ort in der Stadt Marl ist dringend geboten,“ betont der SPD Fraktionsvorsitzende Peter Wenzel. Und deshalb würde sich die SPD-Fraktion in Marl seit Jahren für eine bessere Ausstattung des Vereines „Frauen helfen Frauen“ vehement einsetzen.

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„Bei diesem Thema heißt es Steine klopfen gegenüber Bund, Land und Kreis,“ weiß Wenzel zu berichten. Umso mehr würde ihn nun freuen, dass ein Teilerfolg des stetigen Einsatzes zu feiern sei.

Nach Absprache mit den Frauenberatungsstellen der kreisangehörigen Städte, so ist es einer aktuellen Antwort des Kreises zu entnehmen, werden 0,5 Stellenanteile einer Projektstelle in Marl und 0,5 Stellenanteile in Recklinghausen angesiedelt. Im Rahmen der „Istanbul-Konvention“, das „Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“, schafft der Kreis Recklinghausen nach Antrag und Beschluss des Kreistages eine Projektstelle.

„Hier sind wir Hans-Peter Müller, Vorsitzender der SPD Kreistagsfraktion, und Arvid Weber, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, sehr dankbar für ihre Unterstützung“ so Wenzel.
Schließlich lege die Konvention insbesondere auch einen besonderen Schwerpunkt in der Prävention häuslicher Gewalt.

Ein weiterer Schritt ist die Sicherstellung der jährlichen Anschubfinanzierung von 25.000 € für Frauenschutzräume durch die Stadt Marl. Auf Antrag der SPD-Fraktion hatte der Haupt- und Finanzausschuss am 03.12.2021 erste Beschlüsse in der Sache gefasst. Mehr dazu: https://www.spd-marl.de/2021/01/05/frauenschutzraeume-schaffen/

Auszug aus dem Brief der SPD-Fraktion Marl an die Kreisverwaltung:

„Es ist erfreulich, dass die Kreisverwaltung durch die Erneuerung der Verträge mit den Frauenhäusern und dem Ausbau der Förderung in den Beratungsstellen auf vielfältige Weise erste Schritte gegangen ist – allerdings blieb die Stadt Marl mit ihrer Frauenberatungsstelle in Trägerschaft des Vereins Frauen helfen Frauen e.V. bisher außen vor. Und das, obwohl, so wissen wir aus Gesprächen mit dem Vorstand, ein Drittel der Klientinnen nicht aus Marl, sondern aus umliegenden Städten wie Haltern oder Dorsten kommt, die unserer Kenntnis nach, keinerlei finanzielle Beteiligung an den Kosten sicherstellen.
Es kann doch nicht sein, dass es Städte im Kreis gibt, die sich weg ducken und andere(finanzielle) Lasten auf sich nehmen, damit Frauen und Kindern geholfen werden kann. Dabei steigt der Bedarf nicht zuletzt durch die Corona Pandemie stark an. Die Frauenhäuser melden regelmäßig eine Auslastung von über 100%. Durch die Istanbul-Konvention sind wir alle in der Pflicht, ein bedarfsgerechtes Angebot vorzuhalten. Auch die, die sich bisher nicht beteiligen.“